Ryanair

IATA-Code

FR

Heimatbasis

London-Stansted

Ryanair: Tabubrecher O’Leary und Ryanair

Ryanair ist Michael O’Leary. Der irische Unternehmer ist seit 1994 CEO der Airline. Er bezeichnet Passagiere gerne als „Fracht“ und würde nach eigener Aussage am liebsten Toilettengebühren einführen. Er liebt es, im Mittelpunkt zu stehen. So auch 2003 bei seiner Fahrt durch das Städtchen Luton im Norden Londons in einem Weltkriegspanzer. Sein Ziel: die Zentrale des Konkurrenten EasyJet. „Wir werden das Luftfahrtgeschäft, so wie wir es kennen, zerstören!“, posaunte er. Kaum einer nahm ihn ernst, als er anschließend ankündigte, zu größten Airline Europas aufzusteigen — innerhalb der nächsten drei Jahre. So schnell ging es dann auch wieder nicht. Aber gemessen an der Zahl der beförderten Passagiere liegt Ryanair seit 2017 vor der Lufthansa-Gruppe auf Platz eins in Europa.

Doch die niedrigen Flugpreise haben einen Haken. Nicht nur für die Passagiere, die komplett auf Komfort verzichten müssen. Zu den Markenzeichen der Airline gehören ja bekanntlich wenig Beinfreiheit und extra Gebühren für Gepäck, Verpflegung, oder Sitzplatzreservierung. Die noch schlimmer Gebeutelten sind anscheinend die Mitarbeiter. Kranke Piloten müssen Kündigungen fürchten, Bord-Crews arbeiten unter fragwürdigen Bedingungen. Die Liste der Ryanair-Tabubrüche ist lang. Erste Ende 2017 hat O’Leary seinen über mehr als zwei Jahrzehnte durchgehaltenen Gewerkschaftsboykott aufgegeben. Glücklich ist er damit immer noch nicht.

Der Flugplan der Iren umfasst derzeit mehr als 170 Ziele in 30 Ländern.

Die größte Krise Ryanairs begann im Herbst 2017, als die Airline wegen eines Planungsfehlers bei den Piloten mehrere Zehntausend Flüge streichen musste. Ein Jahr später wurde am Flughafen von Bordeaux ein Ryanair-Flieger vom Gerichtsvollzieher beschlagnahmt. Grund dafür waren ausstehenden Kosten von rund 500.000 Euro, die die Airline noch an Frankreich zahlen musste.

Jeder meckert zwar gern über Ryanair. Doch die niedrigen Preise bleiben verlockend: Allein im vergangenen Jahr flogen 120 Millionen Passagiere mit der Budget-Airline. 200 Destinationen in 34 Ländern stehen im Flugplan der Iren.

Ryanair-Passagiere müssen online einchecken, ihre Bordkarte vorab ausdrucken und am Reisetag mit sich führen. Versäumen Sie dies, können Sie zwar am Schalter einchecken, allerdings gegen eine Zusatzgebühr von 70 Euro pro Person. Die Gepäckbestimmungen sind bei Ryanair besonders strikt. Ab dem 1. November 2018 müssen Passagiere für einen kleinen Handgepäckkoffer bezahlen – und ihn einchecken. Die Größe des erlaubten Kabinengepäcks beträgt 40 x 20 x 25 cm (kleine Tasche).

 

Alle Sofortentschädigungen auf einen Blick

Streckenlänge
Sofortauszahlungsbetrag

Kurzstrecke bis 1.500 km

145,88 EUR

Mittelstrecke 1.500 km - 3.500 km

233,40 EUR

Langstrecke ab 3.500 km

350,10 EUR

Angebot anfordern -
ohne rechtliche Prüfung



oder ohne Flugnummer fortfahren.

Finanztip.de
Ausgezeichnet.org